SEMINARREIHE WIEN: Refresher-Reihe Kinderhaus 2009/10
Bekanntes und Neues für das
Montessori-Kinderhaus
Fortbildung, Auffrischung des Gelernten, neue Impulse, Platz für Fragen aus der Praxis,
Auftanken in angenehmer Atmosphäre - das und noch viel mehr bietet unser Refresher für
Montessori-PädagogInnen.
Veranstaltungsbeitrag: € 20,- pro Abend
Die erste Entwicklungsstufe ist gekennzeichnet durch die Tatsache, dass
die Kinder die Umgebung kennen lernen, in die sie hineingeboren wurden. Es ist das Alter
der Anpassung an eine bestimmte Kultur. Der Absorbierende Geist stellt die primäre Form des
Lernens dar, 6 Sensible Perioden garantieren, dass die Kinder das notwendige Interesse an
den Dingen entwickeln, die sie lernen müssen. Alles wird sensorisch erforscht und motorisch
erobert. Die wichtigsten Fragen des Kindes lauten: Was ist das? Was kann ich damit tun? Wie
heißt es?
Altersgruppe: 2,5 - 6 Jahre
TERMINE UND ANMELDUNG:
1. Abend - Theorieseminar 1 - Grundlage für die weiteren Abende
"Kinder sind anders - die Sensitiven Phasen und der Absorbierende
Geist"
Die Sensitiven Phasen sind ein Phänomen der 1. Entwicklungsstufe, und jedes Kind durchläuft
6 solcher Sensitiven Phasen. Besonders interessant sind die Kreuzungspunkte verschiedener
Sensitivitäten. Ist der Absorbierende Geist einmal verschwunden, lernen Kinder vollkommen
anders. Wie der Absorbierende Geist genau wirkt und wann welche Sensitive Phase zu erwarten
ist - dies sind Kenntnisse, die Montessori-PädagogInnen dabei helfen, Kinder bestmöglich in
ihrer Entwicklung zu begleiten und die passende Darbietung im richtigen Augenblick zu
geben. Denn: Zeitfenster schließen sich auch wieder.
Mittwoch, 27. Oktober 2009, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
2. Abend - Die Übungen des praktischen Lebens - 1. Teil
Die Vorübungen und ihre Weiterführung im Alltag
Wenn die Kinder ins Kinderhaus kommen, erleben sie als erste Übungen und Arbeiten die
"Übungen des praktischen Lebens". An diesem Abend stellen wir eine Reihe von
Vorübungen vor sowie Übungen zur Sorge für sich selbst, für die Gemeinschaft und für die
Umgebung. Er dient der Vertiefung des Gelernten und bietet neue Informationen zur
Vorbereitung des Materials.
Mittwoch, 11. November 2009, 18.30 - 21 Uhr - ZUR ANMELDUNG
3. Abend - Die Übungen des praktischen Lebens - 2. Teil
Lektionen in Anmut und Höflichkeit - Rollenspiel à la Montessori
Eines der zentralen Themen bei der Anpassung an eine Kultur ist die Frage, wie Menschen
miteinander kommunizieren, einander begegnen und aufeinander eingehen. Montessoris Antwort
auf diese Frage des Kindes sind die Lektionen in Anmut und Höflichkeit. Wie diese Lektionen
im Alltag ablaufen und was die einzelnen Schritte dieser Lektionen sind, verrät dieser
Abend.
Mittwoch, 25. November 2009, 18.30 - 21 Uhr - ZUR ANMELDUNG
4. Abend - Die Übungen des praktischen Lebens - 3. Teil
Übungen zur Bewegungskontrolle
Wenn auch alle Übungen des praktischen Lebens der motorischen Entwicklung dienen, so hat
Maria Montessori doch auch eine spezielle Form der Übungen geschaffen, die Kindern zur
Koordination, Kontrolle und Perfektionierung ihrer Bewegungen dienen. Diese täglichen
Übungen der Bewegungskontrolle sind das Gehen auf der Linie und die Stille Übungen. Wir
erarbeiten an diesem Abend ihre Bedeutung für die kindliche Entwicklung und ihre Umsetzung
in der Praxis: Grundform und Variationen.
Mittwoch, 16. Dezember 2009, 18.30 - 21 Uhr - ZUR ANMELDUNG
5. Abend - Die Übungen des praktischen Lebens - 4. Teil
Die Arbeit im Garten
Nach Maria Montessori soll der Kinderhaus-Garten kein Spielplatz sein sondern das Draußen
zum Drinnen. Er ist genauso Arbeitsplatz wie die Kinderhaus-Räume. Er bietet Möglichkeiten
zur Materialarbeit aber auch noch viel mehr: Was Übungen des praktischen Lebens im Garten
heißen und wie die Vorbereitete Umgebung dazu aussehen kann, sind die Überlegungen dieses
Abends.
Mittwoch, 3. Februar 2010, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
6. Abend - Das Sinnesmaterial - 1. Teil
Eigenschaften, Ziele, Arbeitsweisen
Der theoretische Hintergrund dieser Materialgruppe, die klassischen Arbeiten und ihre
Variationen sowie ihre Bedeutung für die Sprachentwicklung werden uns an diesem Abend
beschäftigen. Wir erarbeiten, wie junge Kinderhaus-Kinder dieses Material nützen, und
besprechen, wann seine Wirkung in der Entwicklung auch ein Ende hat. Die exakte Darbietung
und die Grenzen des Materials werden uns besonders beschäftigen.
Mittwoch, 17. Februar 2010, 18.30 - 21 Uhr - ZUR ANMELDUNG
7. Abend - Das Sinnesmaterial - 2. Teil
Arbeiten mit der vollen Fläche
Was die Sinnesmaterialien in Vorbereitung auf die 2-dimensionale Geometrie für die
kindliche Enwicklung leisten, ist immer wieder erstaunlich. Je besser PädagogInnen das
Material kennen, je exakter sie Darbietungen geben, desto tiefer können die Kinder in
dieses Gebiet eintauchen. Dazu ist es notwendig, Materialteile auch einmal wegzulassen oder
eine Vorübung zu einem Material zu zeigen, bevor man es in seinem vollen Umfang
einführt.
Mittwoch, 3. März 2010, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
8. Abend - Sprache - 1. Teil
Unterstützung der Sprachentwicklung
Was ist das? Wie heißt das? Fragen, die Kinder in diesem Alter besonders beschäftigen. Sie
wollen ihren Wortschatz erweitern, viele neue Begriffe lernen - und das tagtäglich. Auf der
Basis der 3-Stufen-Lektion erarbeiten wir Materialien für die Wortschatzerweiterung. Damit
sind nicht nur Klassifikationen aus dem Alltag des Kindes gemeint sondern auch der Bereiche
Geografie, Biologie und Mathematik.
Mittwoch, 17. März 2010, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
9. Abend - Sprache - 2. Teil
Sprachstruktur als Antwort auf die Sensible Phase für Ordnung
Die Beschäftigung mit den Wortarten und die ersten Arbeiten zur Satzgrammatik gehören nach
Maria Montessori tatsächlich ins Kinderhaus, weil in der Sensiblen Phase für Ordnung auch
die Ordnungen in unserer Sprache ins Bewusstsein der Kinder dringen. Das Material ist
überdies ein umfassendes, wohlstrukturiertes Lesematerial.
Mittwoch, 14. April 2010, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
10. Abend - Theorieseminar 2 - Grundlagen für die tägliche Praxis
Freiheit bedeutet, Meister seiner selbst zu sein
Die Montessori-Pädagogik sieht sich als Weg zur Selbstdisziplin. Was ein
Montessori-Kinderhaus gerade in der heutigen Zeit bieten muss, damit sich Kinder
normalisieren können, wird uns an diesem Abend beschäftigen. Eines sei jedoch
vorausgeschickt: Maria Montessori betrachtet nichts anderes als die Arbeit als Heilmittel,
sodass die Abwegigkeiten mit der Zeit verschwinden. Welche Voraussetzungen wir in der
Vorbereiteten Umgebung schaffen müssen, wie wir auf Abwegigkeiten der Kinder reagieren und
wie die Führung durch die PädagogInnen aussieht, darüber können wir immer wieder aufs Neue
nachdenken.
Mittwoch, 28. April 2010, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
11. Abend - Kunst und Kultur im Kinderhaus
Begegnungen mit dem eigenen Kulturkreis
Junge Kinder sind Meister der Anpassung. Umso wichtiger ist es, uns genau zu überlegen,
welche Kultur sie umgeben soll, in die sie hineinwachsen, der sie sich anpassen. Ein
Montessori-Kinderhaus bietet weit mehr als Buntstifte und Knetmasse. Es geht darum, die
Sensitiven Phasen zu nützen und verschiedenste kulturell gegebene Techniken zu zeigen,
sodass die Kinder in diesem Rahmen gestalterisch tätig werden können. Dazu gehört auch das
Vorbereiten und Feiern von Festen, ohne den Familien ihre eigentliche Aufgabe in diesem
Bereich weg- oder abzunehmen.
Mittwoch, 26. Mai 2010, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
12. Abend - Vormittag und Nachmittag im Kinderhaus
Der Kinderhaus-Tag aus einem Guss
Das Kinderhaus als Ort des gemeinsamen Lebens, als Erweiterung des familiären Alltags,
bringt es mit sich, dass wir uns immer wieder Gedanken über die Gestaltung des Tagesablaufs
machen. Dazu gehört, dass die Ordnung von Früh bis spät gleich bleibt - sowohl zeitlich als
auch räumlich. Ein Montessori-Kinderhaus bietet mehr als Freie Arbeit am Vormittag und
freies Spiel am Nachmittag. Dies müssen wir auch gegenüber Eltern und Behörden transparent
machen. Wie dies konkret aussieht, ist von Haus zu Haus sicher verschieden. Doch es gibt
immer auch Gemeinsamkeiten, die eben die Merkmale der Montessori-Pädagogik sind.
Mittwoch, 16. Juni 2010, 18.30 - 21 Uhr -
ZUR ANMELDUNG
TeilnehmerInnen: Montessori-PädagogInnen für die Altersgruppe 2,5 - 6 Jahre
Referentinnen:Saskia Haspel und Christiane Salvenmoser